Blogs als Lesetagebücher

Der/das Blog, der von vielen als eine Art „öffentliches Tagebuch“ oder gerade auch als Lerntagebuch oder Lesetagebuch geführt wird, erfreut sich auch als Unterrichtsmethode einer zunehmend größeren Beliebtheit. Zwei sehr ausführliches Beispiele sind die Beschreibung zweier Projekte von René Scheppler:

Projektplanung und erste Eindrücke:

http://lernwolke.de/2010/03/26/blogs-im-unterricht-erste-erfahrungen/

Zwischenbericht:

http://lernwolke.de/2010/05/15/blogs-im-unterricht-ein-zwischenbericht/

Dabei geht es im ersten Projekt um ein Lesetagebuch und im zweiten Projekt um eine Klassenchronik, beides Textproduktionen, für die sich gerade Blogs wegen ihres umgekehrt chronologischen Aufbaus anbieten.

Der Erfahrungsbericht zeigt, das die Arbeit mit Blogs durchaus Vorteile hat. Besonders interessant fand ich, die Diskussion um den Inhalt durch das fehlende Seitenende, die SuS mussten sich hier wirklich Gedanken machen, ob sie inhaltlich alles geschrieben hatten, weil sie die Aufgabe durch das Füllen einer vorgegebenen Menge Seiten nicht erledigen konnten. Aber auch die Betreu­ungs­mö­glichkeiten scheinen mir für einen schülerzentrierteren Unterricht ein Vorteil gegenüber der Arbeit auf dem Papier, wo man eben wirklich meistens Endergebnisse bekommt, oder Enwürfe, die dann nach der Korrektur von den SuS meistens noch mal ins Reine geschrieben werden, was viele als äußerst langweilig empfinden.

Advertisements

2 Antworten zu “Blogs als Lesetagebücher

  1. Insgesamt ist die Idee, einen Blog zur Unterstützung des DAF-Unterrichtes eine sehr gute Idee. Ich selber habe in der Vergangenheit einen Alphabetisierungskurs mit erwachsenen MigranteInnen geleitet und fand es mitunter sehr schwer, geeignetes Unterrichtsmaterial zu finden. Vieles war sehr kindgerecht aufgemacht, so dass man es mühseelig auf Erwachsene umstrukturieren musste. Als ein weiteres „Problem“ empfand ich die starke Heterogenität in den Lerngruppen, auf die man spezifisch eingehen musste. Eine Plattform, auf der man sich austauschen kann und Materialien veröffentlichen und tauschen kann, finde ich super!

    • Das finde ich sehr interessant, dass auch andere mit den Anpassungsproblemen von Material beschäfftigt sind – in umgekehrter Richtung! Als ich mit dem Unterrichten von DaF angefangen habe, habe ich den Goethe-Fernkurs gemacht und mich dabei immer geärgert, dass alle guten Materialien und Methoden nur für Jugendliche und Erwachsene gemacht waren. Bis heute gibt es für den Bereich, den ich hauptsächlich unterrichte (Kinder im Grundschulalter) zwei bis drei Lehrwerke, die von den Verlagen noch halbwegs „gepflegt“ werden und es sind praktisch keine neuen in Sicht (nur für DaZ).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s